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Fährlinie Flensburg-Kollund soll wieder aufleben

Posted am Montag, 22 August, 2005 um 13:00 von Holger Appel

Flensburger Wappen Wirtschaft & Soziales Flensburg - Zurzeit gibt es von Schleswig-Holstein nur eine Fährlinie nach Dänemark: Die Vogelflugroute zwischen Rödby und Puttgarden. Im nächsten Jahr wird nun auch Flensburg wieder eine Schiffslinie nach Dänemark bekommen. "Es wird Zeit, dass sich da mal wieder etwas tut. Und unser Schiff ist für den Einsatz in der Fördefahrt ideal", sagt Kapitän Alexander Klein. Sein Schiff ist die 33,5 Meter lange "Fembria". Ein robustes Fahrzeug, das 1968 auf der Rendsburger Kröger Werft gebaut wurde und die meiste Zeit seines Lebens als Fördedampfer "Mönkeberg" auf der Kieler Förde diente.

Das schneeweiße Schiff ist für Alexander Klein der Sprung in die Selbstständigkeit. Der 36-jährige Reeder hat nach dem Abitur bei der Reederei Hamburg-Süd als Matrose angefangen und dort auch sein Kapitänspatent für die große Fahrt gemacht. Danach wechselte er zur TT-Line nach Travemünde und zur Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Vor zwei Jahren hatte er dann das nötige Kapital zusammen, um sich eine eigene Reederei aufzubauen, die Nordische Ausflugschifffahrts GmbH mit Sitz in Heiligenhafen.

Dort fing er auch an: Klein organisierte Fahrten zur Fehmarnsundbrücke, nach Burgstaaken sowie Erlebnisfischerei und Küstenkreuzfahrten. In diesem Sommer reifte dann die Idee mit der Fährlinie in Flensburg. "Dort gibt es einen großen Bedarf, in Deutschland wie in Dänemark", erläutert Klein, der selbst bei Flensburg wohnt.

Am 23. Oktober soll es losgehen. "Wir werden dann von Maasholm erstmals nach Flensburg fahren", erklärt der Reeder. Der Sonntag wurde extra gewählt, da so möglichst viele Menschen die Ankunft des Schiffes sehen können.

Bis Mitte Dezember stehen dann zunächst Charter- und Kurztörns auf dem Programm. Nach der Winterpause soll es am 11. April 2006 mit dem Fördedienst richtig losgehen. Angedacht sei ein regelmäßiger Verkehr zwischen Flensburg, Kollund und Gravenstein (Grasten). Darüber hinaus sollen aber auch Ausflugsfahrten zu den Ochseninseln oder nach Holnis angeboten werden, erläutert Klein. Der Schiffsname "Fembria" (alter Name für Fehmarn) wird natürlich verschwinden. "Wir werden dem Schiff einen anderen Namen geben, einen mit Bezug zur Region Flensburg", verrät Klein, ohne aber den neuen Namen preiszugeben.

Die Gespräche mit den Vertretern der Stadt Flensburg seien sehr positiv gelaufen. Dort freue man sich schon sehr auf das neue Schiff, das durch seine klassische Bauform hervorragend in das historische Bild des Hafens passe, so der Reeder. Immerhin hatte die Flensburger Fördereederei zur Hochzeit der Butterfahrten einige Schwesterschiffe der "Fembria" im Einsatz.

Mit dem Ende der Butterfahrten ist aus Kleins Sicht nicht das Ende der Küsten-Schifffahrt gekommen. "Es hat sich nur viel geändert, heute kommen die Passagiere eben nicht mehr automatisch an Bord, da muss man sich als Reeder halt Gedanken machen", so Klein. Deshalb komme es für ihn auf das Angebot und eine zielgerichtete Werbung an. "Wir sind zum Beispiel mit Busunternehmern im Gespräch, gehen auf Messen und schalten Anzeigen", zählt Klein auf.

Und Potenzial biete Flensburg allemal. "Das fängt bei den Stapelläufen der FSG an und reicht eben bis zu den Fahrten in die Außenförde", so Klein. Von Frank Behling

nordClick/Kieler Nachrichten vom 22.08.2005

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