Massengutfrachter (Bulkcarrier oder auch Bulker)
Bulk|car|ri|er, der; -s, - <engl.>
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Schiffe für den Transport von Schüttgut, z.B. Erz, Kohle, Bauxit, Kalk, Phosphat, Zement, Getreide, Futtergetreide usw.
Die ersten Massengutfrachter waren die Viermastbarken (Segler) "Pamir", "Passat", "Peking" und "Priwall". Allerdings transportierten sie ihre Ladung
nicht im Bulk, sondern in Säcken.
Massengutfrachter haben im Durchschnitt acht bis zehn große Laderäume mit einem Fassungsvermögen pro Laderaum von
ca. 10.000 t. Zur Verbesserung des Seeverhaltens hat man teilweise kleine Hochräume als Ladungsräume eingebaut, die immer zwischen zwei normalen
Laderäumen liegen. Sie liegen in der Längstmitte des Schiffes und heben bei schwerer Ladung den Schwerpunkt, machen so das Schiff in den Rollbewegungen
weicher. Diese kleinen Laderäume in Oberdeckhöhe fassen die Hälfte der schweren Erzladung. Bei normaler leichter Ladung werden diese Räume ebenfalls voll
beladen.
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| MS Widar | DHDW |
| Bauwerft: | Blohm + Voss GmbH, Hamburg |
| Reederei: | Seereederei Frigga AG, Hamburg |
| Länge über Alles: | 303.10 m |
| Breite auf Spanten: | 43 m |
| Höhe: | 22,50 m |
| Festigkeitstiefgang: | 16,50 m |
| Tragfähigkeit: | 146 370 t |
| Vermessung: | 78 500 BRT |
| Maschinenleistung: | 32 000 PSe |
Massengutfrachter haben keine eigene Möglichkeit zum Beladen oder Löschen der Ladung. Sie sind immer auf Lade- und Löscheinrichtungen im
Hafen angewiesen. Aber - eine eigene Überwachung des Ladevorganges ist unbedingt notwendig, da zu schnell, bei falscher Beladung, das Schiff
durchbiegt und auseinanderbrechen kann. Deshalb wird ein Ladecomputer vor jedem Ladevorgang programmiert und mit ihm die Ladung überwacht. Wie auch
der Löschvorgang.
Bei Leerfahrt wird das Schiff durch Ballastwasser zumindest so tief gehalten, dass der Propeller nicht leer dreht und das Schiff
seesicher ist und auf ebenem Kiel liegt. Ballasttanks sind die schon erwähnten Hochladeräume, Seitentanks, die bis unter das Oberdeck reichen und
Doppelbodentanks. Zusätzlich müssen fast immer bei Leerfahrt, zwei oder drei normale Laderäume mit Wasser aufgefüllt werden.

