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Massengutfrachter (Bulkcarrier oder auch Bulker)

Bulk|car|ri|er, der; -s, - <engl.>

Ehemalige Mailbox im FidoNet. Node 2:2443/3011

Schiffe für den Transport von Schüttgut, z.B. Erz, Kohle, Bauxit, Kalk, Phosphat, Zement, Getreide, Futtergetreide usw.

Die ersten Massengutfrachter waren die Viermastbarken (Segler) "Pamir", "Passat", "Peking" und "Priwall". Allerdings transportierten sie ihre Ladung nicht im Bulk, sondern in Säcken.
Massengutfrachter haben im Durchschnitt acht bis zehn große Laderäume mit einem Fassungsvermögen pro Laderaum von ca. 10.000 t. Zur Verbesserung des Seeverhaltens hat man teilweise kleine Hochräume als Ladungsräume eingebaut, die immer zwischen zwei normalen Laderäumen liegen. Sie liegen in der Längstmitte des Schiffes und heben bei schwerer Ladung den Schwerpunkt, machen so das Schiff in den Rollbewegungen weicher. Diese kleinen Laderäume in Oberdeckhöhe fassen die Hälfte der schweren Erzladung. Bei normaler leichter Ladung werden diese Räume ebenfalls voll beladen.

MS WidarDHDW
Bauwerft:Blohm + Voss GmbH, Hamburg
Reederei:Seereederei Frigga AG, Hamburg
Länge über Alles:303.10 m
Breite auf Spanten:43 m
Höhe:22,50 m
Festigkeitstiefgang:16,50 m
Tragfähigkeit:146 370 t
Vermessung:78 500 BRT
Maschinenleistung:32 000 PSe

Massengutfrachter haben keine eigene Möglichkeit zum Beladen oder Löschen der Ladung. Sie sind immer auf Lade- und Löscheinrichtungen im Hafen angewiesen. Aber - eine eigene Überwachung des Ladevorganges ist unbedingt notwendig, da zu schnell, bei falscher Beladung, das Schiff durchbiegt und auseinanderbrechen kann. Deshalb wird ein Ladecomputer vor jedem Ladevorgang programmiert und mit ihm die Ladung überwacht. Wie auch der Löschvorgang.
Bei Leerfahrt wird das Schiff durch Ballastwasser zumindest so tief gehalten, dass der Propeller nicht leer dreht und das Schiff seesicher ist und auf ebenem Kiel liegt. Ballasttanks sind die schon erwähnten Hochladeräume, Seitentanks, die bis unter das Oberdeck reichen und Doppelbodentanks. Zusätzlich müssen fast immer bei Leerfahrt, zwei oder drei normale Laderäume mit Wasser aufgefüllt werden.